Die Einordnung
SOMA ist ein Informations- und Planungswerkzeug für Ernährung und Lebensführung. Es ist kein Medizinprodukt, stellt keine Befunde und ersetzt keine ärztliche oder ernährungsfachliche Beratung.
Im Sinne der Verordnung (EU) 2017/745 fehlt SOMA die medizinische Zweckbestimmung, und das ist eine Bauentscheidung und keine Einordnung im Nachhinein.
Sobald ein Werkzeug eine medizinische Zweckbestimmung behauptet, ändert sich nicht das Marketing, sondern das Produkt. Deshalb beurteilt SOMA keine persönlichen Präparatelisten, gibt keine Einnahmemengen vor und sagt nicht, was eine Zahl für deine Gesundheit bedeutet.
Was die App sagt und was nicht
- „Enthält 12 g Zucker je 100 g."
- Keine Aussagen über Wirkung auf Krankheiten
- „Die Zufuhr liegt bei 60 % des EFSA-Referenzwerts."
- Keine Empfehlungen zur Einnahmemenge
- Zugelassene Wortlaute aus dem EU-Register, unverändert
- Keine selbst formulierten gesundheitsbezogenen Angaben
- Ein Nährwert mit seiner Quelle
- Keine Aussage, was eine Zahl für deine Gesundheit bedeutet
Die linke Spalte ist eine Tatsache über ein Lebensmittel oder ein Vergleich mit einem veröffentlichten Wert. Die rechte wäre ein Urteil über eine Person, und genau diesen Schritt tut SOMA nicht.
Wo SOMA deine Angaben mit Grenzwerten vergleicht
An drei Stellen nimmt SOMA deine eigenen Angaben und legt sie neben einen veröffentlichten Wert. Das ist mehr als eine Angabe über ein Lebensmittel, und deshalb steht es hier ausdrücklich:
- Zufuhr gegen Referenz- und Höchstwerte. Aus deinem Ernährungstagebuch und deinen Präparaten rechnet SOMA aus, wie viel du von einem Nährstoff aufnimmst, und zeigt das neben dem Referenzwert der EFSA oder der Höchstmenge des BfR, zum Beispiel „140 % der tolerierbaren Höchstmenge".
- Rezepte und Produkte gegen deine Ausschlüsse. Hast du eine Allergie, eine Unverträglichkeit oder einen anderen Ausschluss angegeben, markiert SOMA, was ihn enthält. Das ist eine Hilfe und keine Garantie; maßgeblich bleibt die Kennzeichnung auf der Verpackung.
- Ernährungsvorgaben bei einer angegebenen Erkrankung. Gibst du eine Erkrankung an, schlägt SOMA dazu passende Vorgaben vor, etwa eine Obergrenze für Zucker oder Salz je Portion oder einen Ausschluss wie glutenfrei. Sie wirken erst, wenn du sie bestätigst: Rezepte über einer Grenze stehen dann weiter hinten, ausgeschlossene erscheinen nicht.
Jeder dieser Vergleiche nennt zwei Zahlen und ihre Quelle. Er sagt nicht, ob es dir gut geht, und nicht, was du tun sollst. Liegt ein Wert auffällig hoch oder niedrig, ist das ein Grund, mit einer Ärztin oder einem Arzt zu sprechen, und kein Befund.
Wenn du behandelt wirst
Bei einer ernährungsmedizinischen Behandlung, in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei einer Essstörung gelten andere Bezugswerte, als diese App sie kennt. Sprich Änderungen mit den Menschen ab, die dich behandeln.
SOMA kann Angaben für eine ärztliche Besprechung zusammenstellen. Diese Zusammenstellung ist eine Zusammenstellung und keine Beurteilung.
Woher die Zahlen kommen
Angaben zu Nährwerten, Zusatzstoffen und Inhaltsstoffen sind Angaben über Lebensmittel. Sie stammen aus ausgewiesenen Quellen und tragen jeweils ihre Herkunft. Wo ein Wert fehlt, steht ein Gedankenstrich und nicht die Zahl null.
Die Quellen
Produktdaten von Open Food Facts (ODbL), Nährwerte aus USDA FoodData Central, dem Bundeslebensmittelschlüssel, NEVO und Ciqual, Referenzwerte von der EFSA, Höchstmengen vom BfR, zugelassene und abgelehnte Angaben aus dem EU-Register.
Jede Zahl in dieser App trägt an sich selbst, ob sie belegt, abgeleitet oder geschätzt ist. Das ist der Unterschied zwischen einem Wert und einer Behauptung.
Das Bewertungs-Regelwerk
Das Regelwerk, aus dem die Noten in der App entstehen, ist fachlich noch nicht abgenommen. Solange das so ist, trägt jede Note das Wort „Vorschlag", und zwar an der Zahl selbst und nicht in einer Fußnote.
As of: 8 October 2026